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Es war wieder grandios! Die größten
Erfolge gingen im Jahr 2011 wieder an unsere Drachenbootfahrerinnen. Tanja
ist hat es gegen alle Erwartungen geschafft, sich mit ihren Leistungen auf
den Sichtungslehrgängen für die Nationalmannschaft der Senioren (über
18 Jahre) direkt nach dem ersten Lehrgang sicher zu qualifizieren. Neu hat
sich auch Angelika im vergangenen Jahr für das DKV-Nationalteam der „Masters"
mit ihrer Leistung qualifiziert. Beide haben sich beim Team „Drag Attack"
des VFK Wuppertal ein zweites Standbein aufgebaut. Mit den Wuppertalern
ging es dann auch zur Club Weltmeisterschaft nach Toronto. Wie berichtet
kamen sie als mehrfache Weltmeisterinnen (Angelika 2x Gold 2x Silber;
Tanja 1x Gold und 1x Silber) zurück.
Voller Steg am
Kanuheim: Anpaddeln der Kieler Vereine bei der ETV im April 2010
Andere Disziplinen, andern Ansprüche: In Kanuwandersport
sucht sich jeder sehr individuell das Erfolgserlebnis. Auf den vielen
organisierten und privaten Fahrten kamen reichlich Fahrtenkilometer
zusammen. Einige unserer Paddler beteiligen sich am
Wanderfahrerwettbewerb. Angelika ist bei den Frauen in Schleswig Holstein
nach gepaddelten Kilometern auf Platz 4. In der Vereinswertung haben wir
mit 13701 km den 12. Platz von 29 teilnehmenden Vereinen in Schleswig
Holstein erreicht. Der Wunsch nach einer Anleitung für das küstennahe
Paddeln wird bei uns immer ausgeprägter nachgefragt. Das hierfür eine
gewisse Ausbildung nötig ist, ist offensichtlich. Wir bilden uns ständig
weiter, um unsere Erfahrungen und unser Können möglichst gut auch an
andere weiter zugeben. Als Ergebnis kommen dann so tolle Fahrten heraus,
wie die Tour durch die Dänische Südsee. Gerne sind unserer Kanuten auch
alleine oder bei anderen Veranstaltungen im ostfriesischen und
nordfriesischen Wattenmeer unterwegs. Dazu kommen dann natürlich die
vielfältigen Fahrten auf den Flüssen und Seen.
Für unsere Rennfahrer fing das Jahr damit an, dass wir
die ETV- Nachwuchst Regatta absagen mussten. Es gab einfach zu viele
attraktive Termine für Veranstaltungen in Schleswig Holstein, sodass die
Anzahl der Meldungen bei uns für eine eigene Regatta nicht ausreichte.
Schade, aber Jan plant schon für die kommende Saison und - da ist er sich
sicher - klappt es bestimmt wieder. Der Rest des Jahres lief dafür aber
für den Kanu-Rennsport sehr erfolgreich. Jan hat mittlerweile eine kleine
und beständige Gruppe Jugendlicher zusammen, mit denen er einige Regatten
in und um Kiel besucht hat.
Drachenbootsport ist Mannschaftssport. Das
Drachenboottraining ist weiterhin gut besucht. Für einen Wettkampf
brauchen wir aber immer 20 Mitglieder. Als sehr sinnvoll hat sich unsere
Kooperation mit anderen Vereinen gezeigt. Egal bei welcher Veranstaltung,
durch Kooperation mit andern Vereinen kamen alle „Willigen" auf
ihre Kosten und das Angebot an Wettkämpfen war in diesem Jahr wieder
riesig: Berlin, Lübeck, Hannover, Schwerin ….
Sehr positiv hat sich die Lage der Trainerlizenzen
entwickelt. Zu Beginn des Jahres waren Angelika und Wolfgang die einzigen
Fachübungsleiter Kanu (Trainer C). Im Verlauf des Jahres ist Heidi in den
Verein eingetreten und Jan hat seine alte Lizenz verlängern können. Zum
Ende des Jahres haben Otti, Tanja und ich eine entsprechende Prüfung
abgelegt. Wir stellen nun sieben Fachübungsleiter und decken die Bereiche
Breitensport, Kanurennsport und Drachenboot Leistungssport mit kompetenten
und geprüften Trainern ab.
Wer aufmerksam das Geschehen am Kanuheim beobachtet hat,
dem sind zwei Veränderungen aufgefallen. Seit vielen Jahren bestand der
Wunsch, einen Fahnenmast am Kanuheim aufzustellen. Das Geld war schon
lange durch Spenden bereit gestellt. Dieses Jahr war es nun soweit: Jan
und sein Vater haben geplant und gebastelt, Michael und Ralf haben ihren
Teil dazugetan. Rechtzeitig zum Vereinsjubiläum stand der Mast und ein
neues ETV-Banner wehte am Kanuheim. Die zweite große Veränderung
betrifft uns nur indirekt. Das Gelände um das Kanuheim herum wird
umgestaltet. Mit etwas Glück können die Kanuten davon profitieren und
wir erhalten ein etwas günstigeres Außengelände für unsere sportlichen
Aktivitäten. Viel Zeit wenden wir für den Unterhalt unseres Kanuheims
auf. Mehr als 600 Stunden kamen alleine bei den Frühjahrs- und
Herbstarbeiten durch die Mitglieder der Abteilung zusammen. Dazu kommen
dann die Arbeiten, die keiner sieht und keiner zählt. Nicht alles ist
dann am Ende des Jahres so erledigt wie geplant, aber mehr geht einfach
nicht.
Zahlen, Fakten und Platzierungen sind sehr wichtig, im
Vordergrund stehen bei uns aber der Spaß und das Naturerlebnis auf dem
Wasser. Die vielen Mitglieder, die nicht im Rampenlicht stehen, machen die
Abteilung aus. Es ist schon toll zu sehen, wie es immer wieder helfende
Hände gibt, die im Hintergrund und ohne „Wenn und Aber" da sind,
etwas organisieren oder Verantwortung übernehmen. Der Kreis der Aktiven
geht dabei weit über die Mitglieder des gewählten Kanuausschusses
hinaus. An dieser Stelle möchte ich mich dafür bei allen Mitgliedern
bedanken. Ihr seid die der Kanuabteilung!
Wir schließen das Jahr wieder mit einem Mitgliederzuwachs
ab, demnach scheint der Kanusport bei uns in seiner ganzen Breite
weiterhin für viele attraktiv zu sein.
Thomas Martin
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