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ETV-Kanusport Kiel

Bericht

Januar 2012

  

Im Gegensatz zum Rudersport, sehen die Kanuten mit offenen Augen dem entgegen was da kommt. Nur einmal im Jahr halten wir inne und sehen zurück.

Der Jahresbericht 2011

Es war wieder grandios! Die größten Erfolge gingen im Jahr 2011 wieder an unsere Drachenbootfahrerinnen. Tanja ist hat es gegen alle Erwartungen geschafft, sich mit ihren Leistungen auf den Sichtungslehrgängen für die Nationalmannschaft der Senioren (über 18 Jahre) direkt nach dem ersten Lehrgang sicher zu qualifizieren. Neu hat sich auch Angelika im vergangenen Jahr für das DKV-Nationalteam der „Masters" mit ihrer Leistung qualifiziert. Beide haben sich beim Team „Drag Attack" des VFK Wuppertal ein zweites Standbein aufgebaut. Mit den Wuppertalern ging es dann auch zur Club Weltmeisterschaft nach Toronto. Wie berichtet kamen sie als mehrfache Weltmeisterinnen (Angelika 2x Gold 2x Silber; Tanja 1x Gold und 1x Silber) zurück.

 

Voller Steg am Kanuheim: Anpaddeln der Kieler Vereine bei der ETV im April 2010

Andere Disziplinen, andern Ansprüche: In Kanuwandersport sucht sich jeder sehr individuell das Erfolgserlebnis. Auf den vielen organisierten und privaten Fahrten kamen reichlich Fahrtenkilometer zusammen. Einige unserer Paddler beteiligen sich am Wanderfahrerwettbewerb. Angelika ist bei den Frauen in Schleswig Holstein nach gepaddelten Kilometern auf Platz 4. In der Vereinswertung haben wir mit 13701 km den 12. Platz von 29 teilnehmenden Vereinen in Schleswig Holstein erreicht. Der Wunsch nach einer Anleitung für das küstennahe Paddeln wird bei uns immer ausgeprägter nachgefragt. Das hierfür eine gewisse Ausbildung nötig ist, ist offensichtlich. Wir bilden uns ständig weiter, um unsere Erfahrungen und unser Können möglichst gut auch an andere weiter zugeben. Als Ergebnis kommen dann so tolle Fahrten heraus, wie die Tour durch die Dänische Südsee. Gerne sind unserer Kanuten auch alleine oder bei anderen Veranstaltungen im ostfriesischen und nordfriesischen Wattenmeer unterwegs. Dazu kommen dann natürlich die vielfältigen Fahrten auf den Flüssen und Seen.

Für unsere Rennfahrer fing das Jahr damit an, dass wir die ETV- Nachwuchst Regatta absagen mussten. Es gab einfach zu viele attraktive Termine für Veranstaltungen in Schleswig Holstein, sodass die Anzahl der Meldungen bei uns für eine eigene Regatta nicht ausreichte. Schade, aber Jan plant schon für die kommende Saison und - da ist er sich sicher - klappt es bestimmt wieder. Der Rest des Jahres lief dafür aber für den Kanu-Rennsport sehr erfolgreich. Jan hat mittlerweile eine kleine und beständige Gruppe Jugendlicher zusammen, mit denen er einige Regatten in und um Kiel besucht hat.

Drachenbootsport ist Mannschaftssport. Das Drachenboottraining ist weiterhin gut besucht. Für einen Wettkampf brauchen wir aber immer 20 Mitglieder. Als sehr sinnvoll hat sich unsere Kooperation mit anderen Vereinen gezeigt. Egal bei welcher Veranstaltung, durch Kooperation mit andern Vereinen kamen alle „Willigen" auf ihre Kosten und das Angebot an Wettkämpfen war in diesem Jahr wieder riesig: Berlin, Lübeck, Hannover, Schwerin ….

Sehr positiv hat sich die Lage der Trainerlizenzen entwickelt. Zu Beginn des Jahres waren Angelika und Wolfgang die einzigen Fachübungsleiter Kanu (Trainer C). Im Verlauf des Jahres ist Heidi in den Verein eingetreten und Jan hat seine alte Lizenz verlängern können. Zum Ende des Jahres haben Otti, Tanja und ich eine entsprechende Prüfung abgelegt. Wir stellen nun sieben Fachübungsleiter und decken die Bereiche Breitensport, Kanurennsport und Drachenboot Leistungssport mit kompetenten und geprüften Trainern ab.

Wer aufmerksam das Geschehen am Kanuheim beobachtet hat, dem sind zwei Veränderungen aufgefallen. Seit vielen Jahren bestand der Wunsch, einen Fahnenmast am Kanuheim aufzustellen. Das Geld war schon lange durch Spenden bereit gestellt. Dieses Jahr war es nun soweit: Jan und sein Vater haben geplant und gebastelt, Michael und Ralf haben ihren Teil dazugetan. Rechtzeitig zum Vereinsjubiläum stand der Mast und ein neues ETV-Banner wehte am Kanuheim. Die zweite große Veränderung betrifft uns nur indirekt. Das Gelände um das Kanuheim herum wird umgestaltet. Mit etwas Glück können die Kanuten davon profitieren und wir erhalten ein etwas günstigeres Außengelände für unsere sportlichen Aktivitäten. Viel Zeit wenden wir für den Unterhalt unseres Kanuheims auf. Mehr als 600 Stunden kamen alleine bei den Frühjahrs- und Herbstarbeiten durch die Mitglieder der Abteilung zusammen. Dazu kommen dann die Arbeiten, die keiner sieht und keiner zählt. Nicht alles ist dann am Ende des Jahres so erledigt wie geplant, aber mehr geht einfach nicht.

Zahlen, Fakten und Platzierungen sind sehr wichtig, im Vordergrund stehen bei uns aber der Spaß und das Naturerlebnis auf dem Wasser. Die vielen Mitglieder, die nicht im Rampenlicht stehen, machen die Abteilung aus. Es ist schon toll zu sehen, wie es immer wieder helfende Hände gibt, die im Hintergrund und ohne „Wenn und Aber" da sind, etwas organisieren oder Verantwortung übernehmen. Der Kreis der Aktiven geht dabei weit über die Mitglieder des gewählten Kanuausschusses hinaus. An dieser Stelle möchte ich mich dafür bei allen Mitgliedern bedanken. Ihr seid die der Kanuabteilung!

Wir schließen das Jahr wieder mit einem Mitgliederzuwachs ab, demnach scheint der Kanusport bei uns in seiner ganzen Breite weiterhin für viele attraktiv zu sein.

Thomas Martin

 

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Stand: 28. April 2012